Windows 10 nach dem Supportende: Wie Unternehmen weiter vorgehen
5.2.2025 · Inhaltlich überarbeitet am 28.10.2026
Der reguläre Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025. Für verbliebene Geräte braucht Ihr Unternehmen eine bewusste Entscheidung zwischen Migration, Ersatz und einer befristeten Übergangslösung.
Zuerst Edition und Lebenszyklus prüfen
Diese Einordnung betrifft insbesondere Windows 10 Version 22H2. Für LTSC- und bestimmte Spezialeditionen gelten eigene Lebenszyklen. Erfassen Sie deshalb nicht nur den Produktnamen, sondern Edition, Version, Einsatzzweck und den tatsächlichen Updatezustand jedes Geräts.
ESU kann Zeit schaffen
Für berechtigte Geräte bietet Microsoft Extended Security Updates (ESU). Im Unternehmensprogramm sind kritische und wichtige Sicherheitsupdates für maximal drei Jahre nach dem regulären Supportende vorgesehen. Das erste ESU-Jahr endete am 13. Oktober 2026; das zweite läuft bis zum 12. Oktober 2027. Prüfen Sie die erforderliche Lizenzierung und Aktivierung sowie die erfolgreiche Updateversorgung Ihrer Geräte.
ESU stellt den regulären Produktlebenszyklus nicht wieder her. Neue Funktionen und allgemeiner technischer Support sind dadurch nicht eingeschlossen. Nutzen Sie die Übergangszeit für einen terminlich festgelegten Umstieg, statt die Ablösung dauerhaft aufzuschieben.
Microsoft: ESU-Programm für Windows 10Windows-11-Eignung vollständig bewerten
Ein TPM-2.0-Modul oder mehr Arbeitsspeicher allein macht einen alten PC nicht automatisch geeignet. Auch Prozessor, Firmware und weitere Anforderungen müssen passen. Prüfen Sie zusätzlich Fachanwendungen, Treiber, Peripherie und Herstellerfreigaben. Die Mindestanforderungen ersetzen keine Bewertung, ob das Gerät für Ihre Arbeitslast sinnvoll nutzbar ist.
Microsoft: Windows-11-SystemanforderungenSonderfälle brauchen ein eigenes Konzept
Bei Maschinensteuerungen und nicht kurzfristig ablösbaren Fachanwendungen müssen Betreiber und Hersteller gemeinsam einen tragfähigen Übergang planen. Eingeschränkte Zugänge und getrennte Netze können Risiken reduzieren, machen ein veraltetes System aber nicht risikofrei. Auch ein Endgerät für einen virtuellen Desktop benötigt weiterhin einen gepflegten und abgesicherten eigenen Betrieb.
Den Umstieg in überschaubaren Gruppen durchführen
Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme und einer Pilotgruppe, die typische Arbeitsplätze abbildet. Testen Sie Anmeldung, Fachsoftware, Drucker, VPN und Datenzugriff. Sichern Sie Daten und Wiederherstellungsmöglichkeiten vor Änderungen. Planen Sie anschließend Rollout, Einweisung, Support und die kontrollierte Stilllegung alter Geräte.
Verbliebene Windows-10-Geräte geordnet ablösen
Wir prüfen mit Ihnen den Bestand und erstellen einen passenden Plan für Upgrade, Austausch und notwendige Übergangslösungen.
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